dicke Bäume
Dorf Tamshiyacu | Amazonas | dicke Bäume | Iquitos | Kohleproduktion | Affeninsel | Fischmarkt | Cacao-Plantage
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Diese extrem dicken Bäume im Amazonasurwald gehören zu den grössten und ältesten Lebewesen des Regenwaldes und sind ökologisch von zentraler Bedeutung. Das Foto zeigt einen Kapokbaum (Ceiba pentandra) ein Urwaldriesen mit Brettwurzeln.
Die auffälligen, flügelartigen Wurzeln dienen der Stabilität. Da der Regenwaldboden nur eine dünne Nährstoffschicht hat, können die Bäume nicht tief wurzeln – stattdessen verteilen sie ihr Gewicht seitlich.
Solche Bäume können 300 bis über 500 Jahre alt werden. Sie wachsen langsam, aber kontinuierlich, und erreichen Stammumfänge von mehreren Metern sowie Höhen von 50–70 Metern.
Ein einziger solcher Baum ist ein eigenes Ökosystem:
– Lebensraum für Insekten, Vögel, Affen, Fledermäuse
– Träger von Orchideen, Bromelien und Lianen
– Speicher riesiger Mengen CO₂ (Kohlenstoffsenke)
Für viele indigene Kulturen gelten diese Bäume als heilige Wesen oder Wächter des Waldes. Man sagt, sie verbinden Unterwelt, Erde und Himmel – eine lebendige Achse zwischen den Welten.
Solche Baumriesen existieren nur noch in ursprünglichen, kaum berührten Regenwaldgebieten, oft entlang abgelegener Seitenflüsse. Abholzung trifft sie zuerst – ihr Verlust ist unwiederbringlich.
Diese Bäume sind lebende Zeitzeugen, Träger von Geschichte, Biodiversität und spiritueller Kraft – und einer der eindrücklichsten Gründe, warum der Amazonas geschützt werden muss.