Iquitos
Dorf Tamshiyacu | Amazonas | dicke Bäume | Iquitos | Kohleproduktion | Affeninsel | Fischmarkt | Cacao-Plantage
Dorf Tamshiyacu | Amazonas | dicke Bäume | Iquitos | Kohleproduktion | Affeninsel | Fischmarkt | Cacao-Plantage
Iquitos liegt im Nordosten Perus, mitten im Amazonasgebiet, umgeben von dichtem Regenwald und grossen Flüssen. Die Stadt ist nicht über Strassen erreichbar – man gelangt nur per Flugzeug oder Boot nach Iquitos, was ihr bis heute einen besonderen, abgeschiedenen Charakter verleiht.
Mit rund 500’000 Einwohner:innen ist Iquitos die grösste Stadt der Welt ohne Strassenanbindung. Das Stadtbild ist eine Mischung aus kolonialen Gebäuden, einfachen Holzhäusern, lebendigen Märkten und moderner Infrastruktur, eingebettet in tropische Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit.
In Iquitos fahren primär Mototaxis sowie auch Autos und Lastwagen.
Die Südseite von Iquitos grenzt an den Amazonas-Fluss und ist ein einziger riesiger Hafen.
Heute lebt Iquitos vor allem von Handel, Fischerei, Landwirtschaft, staatlichen Institutionen und Tourismus. Der Alltag ist geprägt vom Rhythmus des Amazonas: Flussboote, Märkte, Motorradtaxis, tropische Regenfälle und ein starkes Gemeinschaftsleben.
Iquitos gilt als laut, lebendig, chaotisch und herzlich. Musik, Tanz, Feste und Strassenleben spielen eine grosse Rolle. Gleichzeitig ist die Stadt ein Ort, an dem Tradition und Moderne direkt aufeinandertreffen.
Dieses Foto wurde von der Fussgängerpromenade aus richtung Amazonas gemacht.
Am Fluss verkauft ein Lunch-Boot frisch zubereitete Speisen an wartende Kunden, die in den Booten sitzen, welche bald losfahren.
Von Iquitos aus erreicht man innerhalb kurzer Zeit unberührte Regenwaldgebiete, Seitenflüsse des Amazonas und indigene Gemeinschaften. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Expeditionen, Naturaufenthalte und Rückzugsorte tief im Urwald.
Von Quitos führen verschiedene Bootslinien den Fluss aufwärts und runter.
Es gibt schnelle (teurere) und langsamere (günstigere) Verbindungen. Auf dem Boot herrscht Gemütlichkeit und Gelassenheit.
Iquitos ist ein Zentrum für amazonische Heilpflanzenkunde und spirituelle Traditionen. Viele Menschen kommen hierher wegen Pflanzenmedizin, Schamanismus und innerer Prozesse – seriöse Angebote existieren ebenso wie kommerzielle.
Iquitos ist zugleich Grenze und Brücke: zwischen Zivilisation und Urwald, zwischen Moderne und archaischem Wissen. Für viele ist die Stadt kein Ziel, sondern der Übergang in eine andere Welt.
Der Amazonas ist in seinem Verlauf sehr synamisch. Er kann sich über die Jahre langsam ausbreiten und ganze Dörfer mitnehmen.
Dies war einst eine Kirche eines Dorfes am Amazonas, die zu nahe an den Fluss gebaut wurde.
Wenn ich nach Iquitos reise, nehme ich all meine Kleider aus meinem Schrank mit, die ich nicht mehr benötige. In den Slums von Iquitos sind die Menschen sehr arm und freuen sich über jedes mitgebrachte Kleidungsstück.